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Tipps und Tricks für den Immobilienverkauf

Haus von Privat zu kaufen

Die Nachfrage nach Immobilien hält an, die Preise steigen Jahr für Jahr in die Höhe und Kredite sind nach wie vor günstig zu haben. Viele Eigentümer sind deshalb überzeugt, dass der Verkauf einer Immobilie ohne viel Aufwand in Eigenregie erfolgen kann. Ein paar Anzeigen im Internet, einige Besichtigungen und dann zum Notar – alles ganz einfach und unkompliziert.

 

So einfach ist es in der Regel aber nicht. Es gibt zahlreiche Dinge, die bei einem Immobilienverkauf zu beachten sind, vorausgesetzt, Sie möchten vermeiden, dass der Verkauf zum Fiasko wird und Sie viel Geld verlieren. Schließlich geht es um einen Großteil Ihres Vermögens.

 

Unsere Tipps helfen Ihnen dabei, die gängigsten Fehler zu vermeiden und Ihr Haus oder Ihre Wohnung professionell und erfolgreich zu veräußern.

 


  • Professionelle Planung

Der Verkauf einer Immobilie setzt eine gute Planung voraus. Wirkliche Immobilienprofis gehen deshalb systematisch an den Verkauf. Der private Immobilienverkäufer dagegen macht sich im Vorfeld in der Regel nur wenige Gedanken darüber, wie er seine Immobilie an den Markt bringt. Dabei ist der Immobilienverkauf eine Unternehmung mit großer finanzieller Tragweite. Vermeiden Sie es daher, sich unvorbereitet in ein Verkaufs- vorhaben zu stürzen.

  • Einschätzung der Verkaufsdauer

Kaum ist die Immobilie auf dem Markt, ist sie auch schon wieder verkauft. Das kann sein, ist aber in den meisten Fällen nicht der Fall. Unter- bzw. Überschätzen Sie den notwendigen Zeitaufwand für einen Immobilienverkauf nicht.

Wer glaubt, mit dem Verkauf des Hauses wenige Wochen vor dem angepeilten Umzugstermin beginnen zu können, gerät schnell unter Druck bei der Suche nach einem geeigneten Käufer. Und das ist eine schlechte Ausgangslage für Verkaufsverhandlungen. Planen Sie also nicht zu knapp, um nicht unter Zugzwang zu geraten.

Ziehen Sie den Verkauf nach Möglichkeit aber auch nicht in die Länge. Eine Immobilie, die bereits seit einem halben Jahr oder noch länger am Markt ist, erweckt bei Interessenten schnell den Eindruck eines Ladenhüters. Ebenfalls eine eher schlechte Verhandlungsposition. Seien Sie also nicht zu wählerisch bei der Auswahl potenzieller Käufer. Überprüfen Sie gegebenenfalls Ihren Angebotspreis.

Fakt ist: Je zügiger Sie Ihre Immobilie verkaufen können, desto besser wird der erzielte Verkaufspreis sein. Je länger eine Immobilie am Markt ist, desto schwieriger wird es, den geforderten Preis zu erzielen.

  • Richtige Preiseinschätzung

Einen marktgerechten Angebotspreis festzulegen ist einer der wichtigsten Punkte in der Vorbereitung des Immobilienverkaufs. Das ist der Grundstein für Ihren Verkaufserfolg. Setzen Sie einen zu niedrigen Preis an, verschenken Sie Geld. Mit überhöhten Preisvorstellungen verprellen Sie Kunden. Gleichzeitig führen überhöhte Preisvorstellungen zu Ver- mögensverlusten und obendrein zu einer langen Vermarktungsdauer, selbst bei geringen Abweichungen.

  • Berücksichtigen Sie Baumängel und -schäden

Ein Großteil aller Immobilien weist Baumängel und Bauschäden auf. Möglicherweise ist auch Ihre Immobilie betroffen. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und gegenüber potenziellen Käufern. Verschweigen Sie erforderliche Sanierungsmaßnahmen sowie Baumängel oder Feuchteschäden nicht. Be- rücksichtigen Sie diese auch bei der Preisgestaltung. Wenn Kaufinteressenten Schäden nicht schon bei der Besichtigung entdecken und gleich wieder abspringen, finden sie diese spätestens beim Einzug und der Renovierung. Dann droht Ärger.

  • Alle Unterlagen zusammentragen

Ein Hauskauf ist in der Regel wohlüberlegt. Stellen Sie also sicher, dass Sie alle erforderlichen Unterlagen bereithalten. Nur so können sich Kaufinteressenten umfassend über die Immobilie informieren.

Spätestens aber wenn sich der Käufer um eine Finanzierung bemüht, müssen Sie der Bank bestimmte Verkaufsunterlagen vorlegen. Und hier drängt die Zeit. Denn im Normalfall interessieren sich Kaufwillige für mehrere Objekte und sind bei verschiedenen Maklern gelistet. Fast täglich bekommen sie neue Angebote. Hat sich ein Interessent für Ihre Immobilie entschieden, sollten Sie der finanzierenden Bank also alle notwendigen Unterlagen so schnell als möglich zukommen lassen. Für Makler ist das selbstverständlich, denn jeder zu- sätzliche Tag, an dem die Bank auf Ihre Unterlagen wartet, erhöht das Risiko, dass der Käufer eine andere Immobilie findet und abspringt.

  • Energieausweis beschaffen

Das Thema Energieausweis ist ein ganz eigenes. Fakt ist, dass Immobilieneigentümer seit 2009 laut Energiesparverordnung EnEV 2009 einen Energieausweis beim Notar vorlegen müssen, wenn sie ihre Immobilie verkaufen. In 2014 hat der Gesetzgeber die Regelung zum Energieausweis noch einmal verschärft: Nach der neuen Fassung müssen Eigentümer den Ausweis bereits bei der Haus- oder Wohnungsbesichtigung unaufgefordert vorlegen. Wer glaubt, um den Energieausweis herumkommen zu können, liegt falsch. So führt etwa die Deutsche Umwelthilfe zahlreiche Verfahren gegen Personen, die in Immobilieninseraten keine Pflichtan- gaben zum Energieausweis machen. Es drohen Busgelder bis zu einer Höhe von 15.000 Euro.

  • Richtige Wohnflächenangaben

Hier ein paar Quadratmeter mehr, dort etwas aufrunden. Viele private Verkäufer schlagen auf die Wohnfläche gern ein paar Quadratmeter drauf, um die Immobilie für Kaufwillige noch attraktiver zu machen. Oder sie wissen die genaue Quadratmeterzahl einfach nicht und geben Schätzwerte an. Das kann den Privatverkäufer teuer zu stehen kommen. Neben einer Minderung des Verkaufspreises kommen auf den Verkäufer im Schadenersatzfall hohe Kosten zu. So muss er die Finanzierungs- und Notarkosten sowie die Steuern, die der Käufer auf den höheren Kaufpreis gezahlt hat, ausgleichen. Auch eine beim Immobilienverkauf ausgeschlossene Gewährleistung schützt nicht vor Schadenersatzansprüchen, sofern die Fläche als Vertragsgegenstand angenom- men wurde.

  • Immer erreichbar sein

Immobilien sind zurzeit sehr begehrt, zahlreiche Kaufwillige tummeln sich am Markt – vor allem in Ballungsgebieten. Da kann es schnell passieren, dass sich am Tag 30, 40 Interessenten melden. Überlegen Sie sich also gut, über welche Kanäle Sie erreichbar sein wollen. Nur über E-Mail oder auch telefonisch? Unser Tipp: Damit Ihr privates Telefon nicht ununterbrochen klingelt und Ihre Freunde und Verwandte Sie nicht mehr erreichen, ist es ratsam, wenn Sie sich eine Pre- paidkarte mit einer neuen Rufnummer nur für den Verkauf zulegen. Viele Discounter bieten hier günstige Lösungen an. Ein altes Mobiltelefon findet sich bestimmt auch. So vermeiden Sie, dass plötzlich zahlreiche Fremde Ihre private Rufnummer kennen.

  • Nicht zu viele Informationen preisgeben

Aufgepasst! Seien Sie vorsichtig mit der Herausgabe oder Veröffentlichung von Informationen und Unterlagen bei der Terminabsprache am Telefon oder in Anzeigen im Internet. Schließlich kennen Sie die Personen, die sich für Ihr Haus interessieren, noch nicht.

Auf keinen Fall sollten Sie potenziellen Interessenten mitteilen, an welchen Tagen Ihre Immobilie leer steht. Angeblichen Kaufwilligen mit weniger ehrbaren Absichten ist es dann ein Leichtes, zu wissen, wann sie Ihr Haus in Seelenruhe „ausräumen“ können.

  • Interessenten nicht uneingeschränkt vertrauen

Nicht jeder, der sich für Ihre Immobilie interessiert, wird sich diese auch leisten können. Vergewissern Sie sich also, dass Kaufinteressenten über die erforderlichen finanziellen Mittel verfügen. Ansonsten laufen Sie Gefahr, Leuten Ihr Haus zu zeigen, die es sich ohnehin nicht leisten können. Erkundigen Sie sich beispielsweise nach dem finanziellen Hintergrund des Interessenten sowie nach seinen persönlichen Kaufkriterien. Fragen nach der Sicherheit des Arbeitsplatzes, nach Einkommen, Schulden, anderen Verpflichtungen und der Kreditwürdigkeit können ein weiteres Indiz sein.

Im besten Fall aber lassen Sie sich von potenziellen Käufern eine Finanzierungsbestätigung von ihrer Hausbank geben. Fordern Sie auch eine Schufa-Auskunft an und lassen Sie sich aktuelle Entgeltbescheide geben. Dann sind Sie auf der sicheren Seite. Entgegen der weitläufigen Meinung ist der Notar nämlich nicht verpflichtet, die Vermögensverhältnisse zu prüfen. So kann es dazu kommen, dass ein Kauf notariell beglaubigt wird, obwohl der Käufer nicht über die notwendigen Mittel verfügt.

  • Besichtigungstermin vorbereiten

Der erste Eindruck ist entscheidend und Sie haben nur eine Chance. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Haus oder Ihre Wohnung einen positiven ersten Eindruck hinterlassen. Es liegt ganz bei Ihnen, Ihr Haus bestmöglich zu präsentieren. Und Sie sollten daran interessiert sein. Denn Studien haben bewiesen, dass eine attraktiv hergerichtete Immobilie einen bis zu 10% höheren Verkaufspreis erzielt! Selbst Bäder aus den 1970ern werden durch sorgfältig ausgewählte Accessoires wieder modern.

 

Fazit

 

Sie sehen, der Verkauf einer Immobilie ist sehr umfangreich. Wenn Sie all diese Tipps beachten, sollten Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung professionell und erfolgreich veräußern. Ihnen ist der Verkauf doch zu umfangreich oder Sie haben Angst, etwas falsch zu machen? Gehen Sie im Zweifel lieber auf Nummer sicher und lassen Sie sich von einem seriösen Makler beraten. Nicht umsonst haben seriöse Makler eine spezielle Ausbildung absolviert und bilden sich regelmäßig fort. Auf Erfahrung zu setzen heißt, Fehler zu vermeiden. Bedenken Sie, es geht um einen erheblichen Teil Ihres Vermögens. Wir unterstützen Sie mit unserem Know-how gerne dabei, Ihre Immobilie zu verkaufen. In den meisten Fällen bringt der Makler meist mehr, als er kostet. Sie wollen dennoch privat verkaufen, benötigen aber bei der einen oder anderen Sache Hilfe? Auch Eigentümern, die den Verkauf ihrer Immobilie selbst übernehmen möchten, bieten wir Einzelservices an.

 

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